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Rundschreiben 13.12.2018

 

                

derzeit findet in Katowice in Polen die 24. Weltklimakonferenz statt, an deren Ende die Verabschiedung eines Regelbuchs zur Umsetzung des Pariser Abkommens stehen soll. Die Zwischenbilanz: ernüch­ternd. Viele Diskussionen, bisher ohne Ergebnis.

Ob es nun der letzte IPCC-Bericht ist oder die Szenarien, die der Club of Rome oder die nationalen und internationalen Klimaforschungsinstitute zeichnen – mit fortschreitender Erderwärmung werden die Szenarien dramatischer und unsere Zukunftsaussichten düsterer.

Handfeste Ergebnisse sind trotz vieler guter Vorsätze und mehrerer Weltkonferenzen bisher nicht erzielt worden. Ganz im Gegenteil – der Klimawandel wird von einigen Industrienationen negiert, da eigenen wirtschaftliche und ökonomische Prozessen der Vorrang gegeben wird. Bestes Beispiel hierfür ist die USA, die als größte Volkswirtschaft und Industrienation das  Pariser Abkommen wie­der aufgekündigt hat.

Auch die Bundesregierung - die früher als Motor des Klimaschutzes galt - hinkt heute ihren ange­kündigten Klimaschutzzielen hinterher. Weltweit ist Deutschland der größte Nutzer von Braunkohle und verteidigt damit Arbeitsplätze und billigen Strom. Dabei hat sich die schwarz-rote Regierung verpflichtet, bis 2020 mindestens 40 % weniger Treibhausgase in die Luft zu blasen als im Ver­gleich zu 1990. Und bis 2030 will man sie sogar um 55 % reduzieren.

Die Zwischenbilanz ist ernüchternd. Aktuell sind erst 27 % Reduktion erreicht, weil wir nicht von der Braunkohle loskommen. Wenn wir die zukünftigen Ziele erreichen wollen, insbesondere die 55 % Reduktion bis 2030, dann führt kein Weg am Kohleausstieg vorbei.

Anfang Dezember demonstrierten ca. 35.000 Menschen in Berlin und Köln für den Kohleausstieg und Klimaschutz. Erneuerbaren Energien blieben als Lösung aber außen vor. Ein Ausstiegsszena­rio aus der Kohlekraft macht nur dann Sinn, wenn man seriöse Alternativen aufzeigt. Einseitige For­derungen an die Politik helfen nicht wirklich. Ich schätze, daran liegt es auch nicht. Denn ernsthafte Szenarien mit 100% Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien sind vorhanden und technisch umsetzbar.

Erinnern Sie sich an den Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“, der 2006 in die Kinos kam und von dem ehemaligen US-Vizepräsidenten und Präsidentschaftskandidaten Al Gore initiiert wor­den war?

(1997 half Al Gore übrigens bei der Durchsetzung des Kyoto-Protokolls, einer internationalen Verein­barung mit dem Ziel, den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Die Vereinigten Staaten hatten den Vertrag zwar unterzeichnet, ihn aber nicht ratifiziert und sind letztes Jahr, dank Donald Trump, aus der Vereinbarung wieder ausgestiegen.)

Der Aufschrei war damals groß. Man sah die Klimaveränderung schon als direkte Bedrohung vor der Haustür stehen. Es hagelte aber auch Kritik, weil Al Gore z.B. das Abschmelzen der Eisschilde des Nord- und Südpols als zeitkritisch darstellte. Vor 13 Jahren ging man noch davon aus, dass dies Jahrtausende benötige würde. Heute wissen wir es besser.

Der im Jahr 2013 veröffentlichte Teilbericht 1 des fünften Sachstandsberichts des Weltklimarats (IPCC) bestätigte eindeutig, dass sich das Klima gegenwärtig ändert und dass dies auf menschli­chen Einfluss zurückzuführen ist. Die Belege für den Klimawandel und seine Ursachen wurden noch umfassender und sicherer als im vorhergehenden Bericht von 2007 dargestellt:

  • Es ist äußerst wahrscheinlich, dass der menschliche Einfluss auf das Klimasystem die Haupt­ursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts war. "Äußerst wahr­scheinlich" bedeutet  mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 bis 100%.
  • Bis Ende des 21. Jahrhunderts wird sich die Erwärmung der bodennahen Luftschichten fortset­zen. Alle zugrunde gelegten Emissionsszenarien zusammen genommen ergeben bis Ende dieses Jahrhunderts eine Temperaturzunahme, die von 0,9 bis 5,4 °C reichen kann – immer gegenüber vorindustriellen Bedingungen.
  • Nur unter der Voraussetzung eines Emissionsszenarios mit einer sehr ambitionierten Klima­schutzpolitik ließe sich der mittlere Temperaturanstieg gegenüber der vorindustriellen Zeit auf 0,9 bis 2,3 °C begrenzen

Was ist seit 2006 geschehen, um der Klimaveränderung wirksam entgegenzutreten?

So gut wie nichts.

Unsere Politiker streiten um Feinstaub, die Abschaffung von Dieselmotoren und innerstädtische Fahrverbote, weigern sich aber, den Kohleausstieg ernsthaft anzupacken. Die rapide Zunahme von Extremwettererscheinungen und die in der Folge verursachten immensen Schäden sind zwar be­dauerlich, werden aber lediglich zur Kenntnis genommen. Jedoch, sie bewirken kein Umdenken. Wir steuern „gut informiert“ in eine globale Katastrophe. Und damit es auch das letzte Dorf erfährt, wird immerhin die Digitalisierung des ländlichen Raumes vorangetrieben.

Es zeigt aber auch, dass unsere (führenden) Politiker dieser Situation hilflos gegenüber stehen. Wie hält man eine Klimaerwärmung eigentlich auf? Und wie gestaltet man dies im internationalen Kon­sens?

Wir freuen uns zwar über jedes Elektroauto, das vom Band läuft, wo aber bleibt der ökologische Nut­zen, wenn es mit Kohle- oder Atomstrom betankt wird?

 

Mit besten Grüßen,
Reiner Germann

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